Am Dienstag, den 17. März 2026, sind wir mit unserem Differenzierungskurs „Sport – Mehr als nur Bewegung“ der Jahrgangsstufe 9 zum Berufskolleg nach Halle gefahren. Dort führten (Berufs-)Schülerinnen und -Schüler aus dem Fachbereich „Gesundheit und Soziales“ unter der Leistung des Lehrers Dr. Christian Schürmann eine umfassende sportmedizinische Untersuchung (Medical-Fitness-Check) an uns durch. Ziel war es, verschiedene Leistungsdaten von uns zu messen und eine Aussage über den eigenen aktuellen Leitungs- und Gesundheitsstand zu erhalten. Diese praktische Erfahrung verknüpft die im Theorieunterricht behandelten Themen und kann dazu dienen, individuelle Trainingsempfehlungen zu berücksichtigen.
Die Untersuchung fand in der Turnhalle und in verschiedenen angrenzenden Untersuchungsräumen des Berufskollegs statt. Beeindruckend war die Vielzahl an verschiedenen Untersuchungsmethoden und die professionelle Ausrüstung.
Wir wurden direkt zu Beginn in Kleingruppen eingeteilt. In diesen Gruppen wurden unter anderem unser Viszeralfettanteil, unsere Kraftverhältnisse beziehungsweise mögliche Dysbalancen der Rumpf- und Bauchmuskulatur sowie die Stabilität in beiden Knien als auch unsere aerobe und anaerobe Ausdauerleistungsfähigkeit mit Hilfe des Laktatstufentests ermittelt. Darüber hinaus erhielten wir durch weitere Tests Informationen über unsere Blutwerte, unsere Kniestabilität und den aktuellen Stresswert.
Um unsere Ausdauerleistungsfähigkeit zu messen, führten wir einen Laktat-Stufen-Test durch. Dabei mussten die Gruppenmitglieder drei Minuten lang mit vorgegebener Geschwindigkeit laufen, wobei sich bei jeder Etappe die Geschwindigkeit erhöhte. Hierbei steigen der Herzschlag und der Laktatwert an, deshalb wurde nach jeder Stufe die Herzfrequenz gemessen. Um den Laktatwert zu bestimmen, wurde nach jeder Stufe Blut aus dem Ohrläppchen abgenommen. Durch diese Werte konnten dann unsere individuelle Leistungskurve und damit verbundene aerobe Schwelle definiert und graphisch dargestellt werden.
Dieser Vorgang wurde je nach Leistungsfähigkeit mit drei bis vier Durchgängen durchgeführt.
Ein weiterer zentraler Fitnessparameter, der bestimmt wurde, ist der VO2max- Wert. Dieser Wert hat in den letzten Jahren einen immer größeren Stellenwert eingenommen. Er gilt als einer der wichtigsten Parameter, wenn es um Langlebigkeit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit geht. Dabei beschreibt ein hoher VO2max-Wert eine gute Ausdauerleistungsfähigkeit, weil die Muskeln mit mehr Sauerstoff (auch unter Belastung) versorgt werden können und der Körper nach einer Belastung effizienter regenerieren kann. Ein weiterer Aspekt, der für einen hohen VO2max-Wert spricht, ist das verminderte Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einer geringeren Krankheitsanfälligkeit. Dieser Wert lässt sich in erster Linie verbessern, wenn Ausdauertraining nicht nur in einem geringen Tempo betrieben wird, sondern auch intensive Belastungsanteile (Intervalltraining) enthält.
Die Messungen des Laktatwerts und des VO2max-Wertes war der Hauptbestandteil der sportmedizinischen Untersuchung, da dieses Thema speziell auf unseren theoretischen Sportunterricht ausgelegt war und neben der Trainingssteuerung auch zur Prävention von Erkrankungen dient.
Nach der Untersuchung bekamen wir eine Übersicht über unsere individuellen Testergebnisse. Hiermit können wir nun im weiteren Unterricht unsere Kenntnisse auf unsere eigenen Ergebnisse anwenden und eine gezieltere Trainingssteuerung anwenden.
Insgesamt hatten wir einen sehr interessanten und lehrreichen Tag, an dem wir viele neue Eindrücke gewinnen konnten.
Wir bedanken uns im Namen des Differenzierungskurses für die Organisation dieses Tages bei Dr. Christian Schürmann und den Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs Halle.