Schulsanitäter

Wer wir sind und was wir machen

Ihr seht uns, wenn sich jemand verletzt hat, ihr seht uns bei Veranstaltungen jeder Art… Wir, das sind 20 Schulsanitäter und Schulsanitäterinnen des Brackweder Gymnasiums. Bei schulischen Veranstaltungen, wie Sportevents, kann man uns an den roten BwG-T- Shirts, gesponsert vom vffe erkennen.

Wir haben viele Aufgaben. Dazu gehören, nicht nur Pflaster zu kleben oder Kühlpacks zu holen, sondern wir können noch viel mehr als das:

Sobald sich jemand verletzt, sind wir dafür da, uns als einer der Ersten um die Person zu kümmern. Das heißt, wir müssen zunächst erkennen, um welche Art der Verletzung es sich handelt. Für die Diagnose haben wir während unserer Ausbildung verschiedene Möglichkeiten kennengelernt. Anschließend müssen wir schnell wissen, wie wir weitermachen. Ist die Person beispielsweise schwer verletzt, dann müssen wir in Absprache mit einer Lehrkraft einen Krankenwagen rufen und Erste-Hilfe-Maßnahmen treffen. Meistens ist dies aber nicht nötig und man kommt mit einem Kühlpack, Pflaster, einer Wärmflasche oder einem kleinen Verband gut zurecht. Doch auch die persönliche Betreuung wie das Beruhigen ist ein sehr wichtiger Teil, der schon viel bewirken kann. Am Ende dürfen wir nicht vergessen, das Protokoll zu schreiben, denn dies ist auch ein wesentlicher Teil unserer Aufgaben.

Um zu wissen, wann jemand Hilfe benötigt, haben wir an unserer Schule Walkie-Talkies eingeführt. Dazu sind wir an verschiedenen Tagen in der Woche in Teams eingeteilt und bekommen pro Team zwei Walkie-Talkies. Sobald jemand Hilfe benötigt, können wir von den Lehrkräften oder den Sekretärinnen gerufen werden. 

Insgesamt tragen wir viel Verantwortung für unsere Mitschüler und Mitschülerinnen und für das Material, welches uns zur Verfügung steht. Die Instandhaltung der Verbandskästen ist auch sehr wichtig und gehört auch zu unseren Aufgaben.

Die Ausbildung 

Anfang des Jahres 2023 haben wir vom ASB eine einwöchige Schulung bekommen. Diese Schulungen finden alle paar Jahre in den Jahrgängen 8 und 9 statt. Dabei haben wir in der Theorie viele verschiedene Krankheitsbilder besprochen und sind den ganzen Körper durchgegangen. Wir haben u.a. gelernt, an welchen Symptomen man welche Verletzung erkennen kann und wie man dann reagiert. Dabei kommt es oft auf Kleinigkeiten an. Da es aber in der Theorie nur halb so viel Spaß macht, wie in der Praxis, haben wir diese auch an Fallbeispielen praktisch erprobt. Man wurde zu zweit vor die Tür geschickt und musste warten, bis man wieder hereingerufen wurde. Im Klassenzimmer wählten die anderen in der Zwischenzeit ein Verletzungsbild aus und es wurde einem Freiwilligen erklärt, welche Symptome er oder sie spielen muss. Manchmal haben wir auch Wunden mit Kunstblut geschminkt bekommen. Das war ziemlich aufregend, weil man sich, nachdem man hereingeholt wurde, sehr konzentrieren und schnell reagieren musste. Oft wurden dann Sachen versteckt, die es schwieriger gemacht haben, den Patienten/die Patientin zu versorgen oder es gab plötzlich mehrere Verletzte. 

Im Anschluss gab es Rückmeldungen und Tipps von den Profis.

Ein sehr wichtiger und anstrengender Teil war dann die Herz-LungenWiederbelebung. Die Herzdruckmassage und Beatmung durften wir an einer Simulationspuppe testen und üben, dies ist auch ein Teil der späteren Prüfung gewesen. 

Wir konnten auch einen Simulationsanzug anziehen, der dazu da ist, die Rettung bei einem Menschen zu üben, der sich verschluckt hat. Diesen Anzug konnte jeder zusammen mit einem Mitschüler/mit einer Mitschülerin probieren, wenn man ein Heimlich-Manöver durchführt.

Am Ende der Woche, nach viel Theorie und Praxis, gab es dann eine schriftliche und praktische Prüfung. 

Bei der praktischen Prüfung war es wie bei den Fallbeispielen, nur dass man innerhalb der verschiedenen Bereiche bewertet und geprüft wurde. Von Schlaganfall über Herzinfarkt bis hin zu stark blutenden Wunden und Atemnot, war alles dabei. Die beste Nachricht dieses Tages war, dass alle bestanden haben. Dafür haben wir auch eine Urkunde vom ASB und eine Zeugnisbemerkung für schulisches Engagement bekommen.

Unterstützung in unserem Team

Wenn du Lust dazu hast, Schulsanitäterin oder Schulsanitäter zu werden, dann lernst du unter anderem, wie das unterschiedliche Verbandsmaterial heißt, was man als Ersthelfer bei Unfällen machen muss und noch vieles mehr. Das heißt, man lernt nicht nur für die Schule, sondern auch fürs Leben und vielleicht möchtest du ja auch später einen medizinischen Beruf erlernen. Dafür hilft dir die Urkunde über die Ausbildung und auch die positive Bemerkung auf dem Zeugnis.

Wir freuen uns, wenn du unser Team verstärken möchtest. 

Selina C. für das Schulsanitätsteam 

Ansprechpartnerin

Angela Pankoke - Sport, Biologie

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