Unser 12 Stunden umfassendes „ELA-Konzept (Eigenständiges Lernen und Arbeiten)“, das in Kooperation mit der Universität Bielefeld über viele Jahre ausgebaut wurde, musste leider im Zuge der Reduzierung der Ergänzungsstunden im G9 auslaufen.
Ab dem Schuljahr 2023/2024 gibt es erstmals nur noch G9-Jahrgänge in der Sekundarstufe I.
Seither werden nun die Ergänzungsstunden in festgelegte Orientierungsstunden (Klasse 5-7) bei der Klassenleitung und i.d.R. halbjährlich wechselnde Förderkurse (Klasse 8-10) aufgeteilt.
Kinder lernen nicht nur auf unterschiedlichen Wegen, sondern auch in ihrem individuellen Tempo. Je nach Neigung und Interesse dauern somit manchmal die Schritte zum Erfolg länger. Wir möchten unsere Schüler*innen auf ihrem individuellen Weg bestmöglich begleiten, unterstützen und langfristig zum selbstständigen Lernen und Arbeiten am Gymnasium befähigen.
Die Förderkurse werden gezielt in den Kernfächern (Deutsch, Fremdsprachen, Mathematik) angeboten und sollen dazu beitragen, in dem Fach motivierter, erfolgreicher und selbstständiger als bisher teilnehmen zu können. Sie sind somit ein wichtiger Baustein innerhalb des Konzeptes zur individuellen Förderung an unserer Schule.
Die Fachlehrkräfte teilen unsere Schüler*innen in der Regel einem Förderangebot zu. Interessierte Schüler*innen können das Angebot der individuellen Förderung aber auch ohne gezielte Ansprache durch die Fachlehrkräfte wahrnehmen, sofern die Kurse nicht überbelegt sind. Sollte das Angebot bewusst abgelehnt werden, muss dies schriftlich durch die Erziehungsberechtigten bestätigt werden.
Im Sinne der individuellen Förderung stehen die Förderkurse in Jg. 8-10 nicht nur Schüler*innen mit Defiziten offen, sondern können auch als zusätzliche Lernzeit von Begabten genutzt werden, die mit Unterstützung der Lehrkraft in dieser Zeit projektorientiert arbeiten wollen.
Des Weiteren bieten wir Sprachförderkurse in der Erprobungsstufe an, um den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium zu unterstützen. Kinder, die zuhause kein oder wenig Deutsch sprechen, werden von Deutschlehrkräften gezielt sprachlich gefördert. Hier steht vor allem der sprachliche Ausdruck und die Anreicherung der deutschen Sprache im Fokus – es ist keine begleitende Nachhilfe zum Regelunterricht.
Neu sind außerdem unsere Förderkurse für Schüler*innen mit Lese-Rechtschreib-Schwäche.
| Jahrgang | Fächerangebot | Zeiten und Räume |
|---|---|---|
| Jahrgang 8 | Deutsch / Mathe | Do, 6. Stunde Deutsch Raum 122 / Mathe Raum 121 |
| Jahrgang 9 | Deutsch / Mathe / Englisch | Montag, Mittagspause: Deutsch Raum 137 / Englisch Raum 126 Mittwoch, Mittagspause: Mathe Raum 136 / |
| Jahrgang 10 | Deutsch / Mathe / Englisch | Donnerstag, Mittagspause: Deutsch Raum 220 Mittwoch, Mittagspause: Mathe Raum 218 Dienstag, Mittagspause: Englisch Raum 211 |
Grundlegende Wertvorstellungen und Orientierungen in sozialen und erziehungsrelevanten Bereichen müssen von allen gemeinsam vertreten werden. Dies erfordert jedoch Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten und kann nicht ausschließlich „nebenbei“ und spontan erfolgen.
Die von den KlassenlehrerInnen unterrichteten Orientierungsstunden leisten einen entscheidenden Beitrag hierzu, denn sie bieten eine gezielte Förderung des eigenständigen Lernens sowie der Persönlichkeitsentwicklung. Der Fachunterricht wird in Bezug auf die individuelle Förderung so entlastet.
Folgende Bereiche werden in den Stunden behandelt:
Die Orientierung in der neuen Schul-und Klassengemeinschaft stellt in Klasse 5 eine große Herausforderung dar. Hier unterstützen u.a. auch die Paten, um die Eingewöhnung in die neue Schulumgebung zu vereinfachen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen langfristig lernen, sich eigenständig zu organisieren und ihren Schulalltag so selbstständig strukturieren und bewältigen zu können. Übertragene Aufgaben wie Hausaufgaben oder die Vorbereitung von Klassenarbeiten oder Referaten lernen sie altersgemäß eigenständig zu erledigen.
Auch soziale Medien und das Internet spielen eine zentrale Rolle im Alltag der Kinder. Das Ziel ist es, die Kinder zu einem verantwortungsvollen Umgang zu erziehen und sie zu befähigen, ihr eigenes Nutzungsverhalten nicht nur zu reflektieren, sondern auch steuern zu können.
Als Materialgrundlage für das soziale Lernen dient der Lions Quest Programm-Ordner „Erwachsen werden“. Es handelt sich hierbei um ein bewährtes Programm der Prävention und nicht der Intervention. Dementsprechend ist es nicht ratsam, thematisch scheinbar passende Kapitel (z.B. zum Thema Mobbing) spontan zu bearbeiten, wenn es ein tagesaktuelles Thema in der Klasse ist. Aufgrund der in diesem Moment hochkochenden Emotionen in der Klasse, wird kein konstruktiver Umgang mit dem Thema möglich sein. Jedoch kann in einem Fall der Intervention auf zuvor im Unterricht Erarbeitetes zurückgegriffen werden.
Marielle Küster - Ergänzungsstunden
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