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Orientierungsstunden

Dass die Schule nicht nur ein Ort der reinen Wissensvermittlung ist, sondern auch erzieherische Aufgaben zu übernehmen hat, ist unstrittig und gesetzlich geregelt. Die Frage lautet jedoch, wie Schule dies tun soll. Spontan, nebenbei und je nach Situation, ohne es ausdrücklich zu thematisieren? Oder geplant und reflektiert, indem Zeit geschaffen wird, um hilfreiche Lernsituationen zu schaffen und sich präventiv mit Problemen des Erwachsenwerdens auseinandersetzen zu können.

Grundlegende Wertvorstellungen und Orientierungen in sozialen und erziehungsrelevanten Bereichen müssen von allen gemeinsam vertreten werden. Dies erfordert jedoch Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten und kann nicht ausschließlich „nebenbei“ und spontan erfolgen.

Die von den KlassenlehrerInnen unterrichteten Orientierungsstunden leisten einen entscheidenden Beitrag hierzu, denn sie bieten eine gezielte Förderung des eigenständigen Lernens sowie der Persönlichkeitsentwicklung. Der Fachunterricht wird in Bezug auf die individuelle Förderung so entlastet.

Folgende Bereiche werden in den Stunden behandelt:

Die Orientierung in der neuen Schul-und Klassengemeinschaft stellt in Klasse 5 eine große Herausforderung dar. Hier unterstützen u.a. auch die Paten, um die Eingewöhnung in die neue Schulumgebung zu vereinfachen.

Die Schülerinnen und Schüler sollen langfristig lernen, sich eigenständig zu organisieren und ihren Schulalltag so selbstständig strukturieren und bewältigen zu können. Übertragene Aufgaben wie Hausaufgaben oder die Vorbereitung von Klassenarbeiten oder Referaten lernen sie altersgemäß eigenständig zu erledigen.

Auch soziale Medien und das Internet spielen eine zentrale Rolle im Alltag der Kinder. Das Ziel ist es, die Kinder zu einem verantwortungsvollen Umgang zu erziehen und sie zu befähigen, ihr eigenes Nutzungsverhalten nicht nur zu reflektieren, sondern auch steuern zu können.

Als Materialgrundlage für das soziale Lernen dient der Lions Quest Programm-Ordner „Erwachsen werden“. Es handelt sich hierbei um ein bewährtes Programm der Prävention und nicht der Intervention. Dementsprechend ist es nicht ratsam, thematisch scheinbar passende Kapitel (z.B. zum Thema Mobbing) spontan zu bearbeiten, wenn es ein tagesaktuelles Thema in der Klasse ist. Aufgrund der in diesem Moment hochkochenden Emotionen in der Klasse, wird kein konstruktiver Umgang mit dem Thema möglich sein. Jedoch kann in einem Fall der Intervention auf zuvor im Unterricht Erarbeitetes zurückgegriffen werden.

Ansprechpartnerin

Marielle Küster - Ergänzungsstunden

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